Sonntag, 29. September 2013

Weinlese

Dieses Wochenende hatte ich endlich mal wieder Zeit für meinen Garten. Allgemeine Ordnungsarbeiten standen an. Das Unkraut hatte die Zeit meiner Abwesenheit gut genutzt. Aber da niemand nur in Bergen von Pflanzenabfällen waten will, sollte es auch noch eine schöne Aufgabe geben. Für dieses Wochenende waren es die Trauben, die reif sind.  Einen Zustand, den die Vögel mittlerweile auch schon mitbekommen hatten. Das hieß handeln.
Wir haben die Sorte "Americana" - eine äußerst emsige Rebe, die sich mit großer Geschwindigkeit überall ausbreitet. Monstermäßig!
Nun, wir wollten jedenfalls keinen Wein oder Traubensaft produzieren, sondern wir wollten einen Traubengelee aus den vielen Trauben machen. Nach dem Ernten standen daher das Entfernen der Stiele an. Eine wahre Fummelarbeit. Danach die schönere Arbeit des Aufkochens und Einmachens.
vor der Einkocherei

nach der Einkocherei
 Wir haben fünfzehn Gläser geschafft. Aber es sind immer noch furchtbar viele Trauben da, die darauf warten bearbeitet zu werden.
15 Gläser

 Immerhin lohnt sich die Mühe. Heute Morgen wurde das erste Glas gleich geöffnet, um zu schauen, ob der Gelee auch gut geworden ist. Ja, er ist köstlich!



lecker!


Wirklich Lust zum Weiterarbeiten habe ich aber trotzdem nicht.
Wie auch immer, etwas am Rande muss aber noch erwähnt werden: der siamesische Zwilling, den ich gefunden habe:
Auch Trauben können für Überraschungen sorgen!

Donnerstag, 26. September 2013

Überraschungsgast

Es ist erstaunlich, was der Herbst so bringt. Das erste Mal kam heute eine große Libelle - eine blaugrüne Mosaikjungfer, glaube ich wenigstens  - zu mir auf den Balkon. Und das im vierten Stock! Mein Lavendel schien eine gute Position zum Sonnenbaden zu sein, warum auch immer. Aber solch einen Überraschungsgast habe ich gerne.

Sonntag, 1. September 2013

Wasserblüten

 

Es wird langsam herbstlich im Garten. Der Regen tut sein übriges dazu, dass es noch ein wenig schneller nach Blühen und Vergehen aussieht. Die Atmosphäre ist dennoch schön, vor allem dann, wenn sich die Sonne zeigt. Die Sonne sehe ich monentan eh sehr gerne, schließlich sollen doch noch die Tomaten richtig rot werden und die Pflaumen blau-violeter. In diesem Sinne fröhliches Ernten.....


Sonntag, 25. August 2013

Gladiolen (Schwertblumen)

Bevor ihre Zeit wieder vorbei ist, möchte ich doch ein paar  Worte über meine Favoriten unter den derzeitigen Pflanzen verlieren: die Gladiolen. Es sind einfach prachtvolle, wenn auch stark gefährdete Geschöpfe, denn gerade wenn sie voll erblümen, geraten sie schnell mal in die Knicklage. Ich mag sie daher am liebsten in der Vase, weil ich sie dann aus genau dieser Lage retten kann. 
  
Und von ihren Farben und auch Formen kann ich gar nicht genug bekommen. 
Sie sind einfach nur schön -
 

vor allem wenn es draußen dann auch noch so nass ist wie im Augenblick. Der einzige "Nachteil" ist, dass man sie immer im Herbst ausgraben muss, um sie zu überwintern.


Sonntag, 18. August 2013

Fliegenliebe

Das Schöne am Garten ist, das die Natur einen immer wieder überrascht. Gerade sind es die Fliegen und die Pfefferminze. Es ist wirklich unglaublich, seit meine Pfefferminze blüht, sind die Fliegen da. Unermütlich, immer wieder umkreisen sie die Blüten und setzen sich nieder und? Ich weiß nicht, was die Pflanze für Fliegen so attraktiv macht.
Warum lieben Fliegen so die Pfefferminze?  
Nicht nur die großen sind dabei, auch kleine sind mit ihnen schwer beschäftigt.

Sonntag, 11. August 2013

Insekten im Lavendelrausch und Erdwespenalarm


Die Englischen Gärten pausieren fürs erste, es gibt denn doch anderes zu berichten: der Lavendelrausch ist im Garten ausgebrochen. Es sind vor allem die Hummeln, die den ganzen Tag an den Blüten hängen. Ab und zu werden sie von Bienen und Schmetterlingen begleitet. Aufgrund der Masse von Lavendelschleckern habe ich das erste Mal festgestellt, wie vielfältig meine Gartenbesucher sind. Hier nur eine kleine Auswahl von denen, die ich irgendwie mit meinem Fotoapparat erwischt habe:


Und dann habe ich noch ein ganz merkwürdiges Exemplar vor die Linse bekommen. Es sieht aus wie ein Schmetterling, der sich mit einer Hummel gekreuzt hat. Wahrscheinlich ist es ein Exemplar aus der großen Familie der Dickkopffalter, wenn ich richtig in meinem Schmetterlingsbuch nachgeschaut habe. Es macht jedenfalls einen ziemlichen Lärm beim Fliegen. Neben all diesem Getaumel haben sich dann noch ein paar fliegende Exemplare in unsere wunderbare Gartenerde gegraben, und zwar direkt an der Treppe. Wir haben ein Erdwespennest.

Tja, das Zusammenleben gestaltet sich relativ harmonisch. Man sollte nur nicht mit offenen Schuhen an solch einem Nest vorbeilaufen. Leider war ich so dumm. Eine Wespe verfing sich darin und musste dran glauben und mein rechter Fuss ist jetzt rot geschwollen und tut weh. Ich hatte ganz vergessen, wie fies Wespenstiche weh tun. Dieses Wochenende war stachlig.

Sonntag, 4. August 2013

Englische Kompositionen

Nun, ich hatte ja bereits angekündigt, ein wenig von den Eindrücken der letzten Wochen erzählen zu wollen. Vor Verallgemeinerungen soll man sich ja bekanntlich hüten, dennoch lassen sie sich nicht immer ganz vermeiden. So zeichnen sich für mich jedenfalls die englischen Gärten, die ich gesehen habe, vor allem dadurch aus, dass die Kompositionen von Pflanzen in ihrer Vielfalt überraschen. In Cornwall kommt natürlich noch das dort herrschende Klima dazu, wodurch sich die Variationsfülle nochmals verstärkt. Es ist einfach nur wunderschön: